Frisch gedruckt!

Ganz kurz nur Band 2

Ganz kurz nur Band 1

Meet Little sixteen

 

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"Was soll man denn über einen schreiben, der schreibt? Er schreibt halt und hofft, dass man liest was er schreibt. So einfach ist das."

Holger Sieler, 3. Mai 2011

 

Di

28

Jun

2016

Keine Gute Nacht

Das war kein einfacher Tag. Es ist 00:44 Uhr und normalerweise liege ich jetzt schon im Bett, aber es gab heute drei Ereignisse, die mich aus dem Takt gebracht haben. 1. Ein alter Freund aus Frankfurt liegt seit einer Weile in der Diabetes Klinik und soll morgen entscheiden, ob er einer Teilamputation zustimmt. Erreicht hat mich seine Nachricht über facebook. 2. Eine Freundin aus Kassel hat gerade ein Jobangebot ausgeschlagen, dass sie eigentlich gerne annehmen würde, aber sie hat noch Obstbäume und Eltern in Nordhessen, die sie nicht im Stich lassen möchte. 3. Ich habe eine Buchrezension geschrieben und mich mehr als nötig und erlaubt am Text eines anderen Autors orientiert. Besagte Autorin hat sich nun gemeldet und zu Recht gefragt, wie ich denn dazu komme ihr geistiges Eigentum ungefragt mit meinem zu vermischen. Mich dafür zu schämen ist angemessen, aber dass ich darunter subjektiv mehr leide als unter der drohenden Fußamputation bei meinem Freund macht mich schon nachdenklich. Leid fühlt sich immer Scheiße an: Ob ich seit Monaten keinen Sex mehr habe oder morgen meine Hinrichtung ist, macht in dem Moment der Erfahrung des Leids wohl keinen so großen Unterschied. So sind wir halt. Diese drei Situationen parallel zu erleben, hat mich irgendwie irritiert und gleichzeitig inspiriert zu dem ersten Blogeintrag seit langer Zeit. Dafür nehme ich jetzt mal eine kurze Nacht in Kauf, ohne zu wissen, was ich daraus nun wirklich lerne.

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Mi

30

Dez

2015

Pro Aging

Schon wieder ein Jahr vorbei? Nicht nur zum Jahresende lauern sie an jeder Ecke, die Versprechungen der Jünger des Anti Aging, der ewigen Jugend und der fast makellosen Schönheit. Was aber macht man mit soviel Jugendlichkeit und dem scheinbar verlängerten Leben? Am besten investiert ist die gewonnene Zeit sicherlich in weitere verjüngende Massnahmen, denn Anti Aging ist eine lebenslange Mission und nur Heilige sind dauerhaft alterslos. Etwas für seine Fitness zu tun, ist sicherlich ein Zugewinn an Lebensqualität, nur habe ich den Verdacht, dass der Nutzen dieser Qualität, kaum zum Tragen kommt, weil man so beschäftigt ist mit dem Jungbleiben. Mittlerweile gibt es gar den Begriff des Seenagers (eine knackige Melange aus Teenager und Senior). Ich würde mir manchmal mehr reife Begegnungen, faltige Zwischentöne und weiße Entscheidungen wünschen und dass wir mal Langeweile für einen Moment aushalten. Mein Mitbewohner Robert dagegen, hat heute offen bekannt, dass ihm Altern keinen Spass macht und das Nachlassen der Kräfte und die Zunahme von Falten verklärt wird zum Symbol einer wunderbaren Reifung. Wirklich mögen tue das keiner und sei lediglich das Credo einer konfusen Anti-Anti-Aging-Bewegung. Tja, wo bitte gehts hier zur Mitte?

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So

13

Dez

2015

Endlich wieder Futter

Es gibt Themen, die sind recht hartnäckige Begleiter auf unserem Weg zu einem guten Leben. Einer dieser Dauerbrenner ist ERNÄHRUNG. Nein, nicht der Welthunger ist gemeint, sondern der gemeine Hunger, bzw. Appetit der Wohlstandsbürger wie du und ich. Appetit (von lat. appetitus cibi „Verlangen nach Speise“) beschreibt wikipedia als einen „... psychischen Zustand, der sich durch das lustvoll geprägte Verlangen, etwas Bestimmtes zu essen, auszeichnet“, also z.B. Lebkuchen oder Schwarzwälder Kirschtorte. Doch in 80% der Fälle macht sich schuldig, wer ißt: an der Natur, den ausgebeuteten Tieren und Menschen und/oder der eigenen Gesundheit. Klar, gibt es da graduelle Unterschiede und trotzdem ist das einer der Zwickmühlen unserer neurotischen Zeit. Statt nun über die anderen Neurotiker zu lästern, veröffentliche ich mal meine Favoriten aus der Serie „Gesund ernähren und länger leben“: Metabolic Balance, Life Plus, Paleo, Samurai, fleischfrei, glutenfrei, alkoholfrei, rauchfrei, vegan. Das sind viele gute Ideen, die man aus meiner Sicht kreativ kombinieren kann, aber einigen dieser „Systeme“ wurden schon hohe Belastungen an Schwermetallen, wie Dogma und Ignoranz, nachgewiesen. Ich mache gerade was Abgefahrenes, nämlich eine Abspeckrunde zur Weihnachtszeit. Am 24.12. werde ich mich dann vielleicht wie neugeboren fühlen. Das hat außerdem den Charme, dass ich nicht von Januar bis August 2016 über meinen Weihnachtsspeck jammern werde. Naja, jedem das Seine und allen Freude, Frieden und Wohlbefinden - ob mit oder ohne Idealgewicht. Sterben werden wir trotzdem, denn wie schon Patrul Rinpoche sagte: „Der Tod ist wirklich. Er kommt ohne Warnung. Dieser Körper wird ein Leichnam sein.“ Doch dazu blogge ich dann vielleicht zu Ostern.


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Mi

19

Nov

2014

Unerwartet

Lag eigentlich schon im Bett und hatte mich darauf eingerichtet, dass der Tag zu Ende ist und ich ab morgen einfach meinen Urlaub geniesse. Na dann ... Gute Nacht! Da lässt mich mein Smartphone von meiner Jüngsten wissen, dass wir uns am Wochenende nun doch nicht sehen werden - zusammen mit ihren Schwestern in Bamberg - weil sie ziemlich angeschlagen ist. Ich habe im April meinen letzten Blogeintrag geschrieben, war seitdem mit Leben beschäftigt und fand auch nichts wirklich so bedeutend, als dass es die Dringlichkeit gehabt hätte im Blog mitgeteilt zu werden. Und nun sitze ich, ganz überraschend, aufrecht im Bett und bin ... wach. Korruption, Massentierhaltung, Julien Blanc will nach Deutschland kommen, genmanipulierte Kommentare setzen sich unerlaubt in unseren Köpfen fest - trotz Kennzeichnungspflicht, Brasilien ist das neue Bayern und Eric Burdon singt gerade „Mother Earth ist waiting for you“. Das lässt mich nicht kalt, aber ich habe gelernt, damit umzugehen. Das globale Geschehen ist durch die neuen Medien vermeintlich nah und gibt einem das Gefühl, an allem beteiligt zu sein. Man muss es nur wollen und anklicken oder eine Petition auf Change.org unterschreiben. In einer Welt, in der mittlerweile fast alles nach Marketingregeln funktioniert, Begehrlichkeit generiert oder mir mein Engagiertsein attestiert wird, bin ich über vieles im Bilde und habe eine Meinung zu fast allem. Letztlich aber bleibe ich irgendwie fremd. Und dann kommt da etwas ganz einfach so daher und verwirrt mich. Was soll ich dazu sagen? Danke Jule, Sophie und Hannah! 

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So

13

Apr

2014

Konni Fuzius spricht

 

 

"Die Formel für wirkliche Freiheit?

Gib alles und erwarte nichts!"

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Sa

22

Mär

2014

Antifa Breakfast

War heute das erste Mal vegan-vegetarisch frühstücken am Prenzlauer Berg. Die politisch korrekte Suchmaschine Ixquick empfahl das Cafe Kollektiv. Der Weg dorthin erwies sich als eine skurril-literarische Reise durch die Welt der linksdrehenden Denkkulturen. Es ging vorbei an Läden wie „Who killed Bambi?“ mit dem Slogan „My cat smells like Bruce Willis“, dem „Falaffel Ufo“ und dem „DAZZL Danz Club“. Godot hat jetzt ein Lokal in der Kastanienallee und „Fahrrad Linke“ ist in der Szene etabliert – seit 1912. Nachdem ich den „Buchladen zur schwankenden Weltkugel“ passiert hatte, war mein heutiges Klassenziel erreicht: Frühstück! Im Regal des Cafes präsentierten sich Magazintitel mit Namen wie „an.schläge“, „Entfesselt“, „Fight“ und die Frankfurter Rundschau. Das Flair erinnerte mich an meine Frankfurter Zeit in den Achtzigern. Die Besucher sahen ähnlich aus: Ein aufgeschlossenes und politisch interessiertes Publikum. Nicht mehr ganz so verkifft und/oder verbissen wie seinerzeit. Nur ich bin offensichtlich 30 Jahre älter geworden. 1982 begann die Ära Helmut Kohl, der HSV war Deutscher Meister und Ronald Reagan gab den amerikanischen Präsidenten im Pentagon. Rich Skrenta, ein 15-jähriger Schüler, schrieb den ersten Computervirus für Apple II und Klassenfeind Nr. 1 war Nicole, die mit einem peinlichen „Ein bisschen Frieden“ den Grand Prix gewann. Ich demonstrierte in Bonn gegen den Natodoppelbeschluss und hörte auf der Demo abstruse Sätze wie: „Ich will nicht nur ein bißchen Frieden, wie diese Nicole. Ich will den totalen Frieden. Sofort!“ Das Frühstück heute? Naja, das würde ich meinem Klassenfeind rüberschieben, wenn ich denn einen hätte. In meinem Alter schaut man eher nach Klassenkameraden auf Facebook oder reflektiert die eigenen Gewohnheiten und Geisteszustände. Nicole würde das heute vielleicht schmecken. Wer weiss das schon?

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Di

18

Feb

2014

Konni Fuzius spricht

 

 

"Wenn ich schon nicht

verstehe, dann will ich

wenigstens Recht haben"

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Mi

22

Jan

2014

Abgrund

Ich habe Marko das letzte Mal gesehen beim Abi-Treffen 2007. Der Junge, der in den Siebzigern mit mir in einer Straße in der Waldsiedlung gewohnt, und wie ich auch, im mittelalterlich beschaulichen Büdingen sein Abitur gemacht hat, wanderte irgendwann nach Australien aus und hat sich vor ein paar Wochen entschieden, nicht mehr weiterzugehen. Ich glaube, wir haben zusammen Judo trainiert und er war ziemlich talentiert, aber das hat wohl keine Relevanz mehr, wenn man entschlossen ist nicht mehr zu kämpfen. Über Facebook hatten wir dann wieder Kontakt, haben einander „geliked“ und ein wenig erfahren von dem jeweils Anderen am jeweils anderen Ende der Welt. Wer gibt schon zu, dass er einsam ist im worldwideweb? Ich meine nicht die Einsamkeit an gesellschaftlichen Rändern, sondern die in den ganz normalen Verhältnissen, wo harmloser Alltag zum Zombie mutiert. In einer globaliserten Welt, in der alles zusammenwachsen soll zu einer Gemeinschaft von Weltbürgern, ist, so scheint mir, viel Raum für große Visonen und wenig Platz für kleine Zweifel. Für alles gibt es gute Gründe oder zumindest einen Plan. Das ist aber nur die von meiner Wahrnehmung und Erfahrung gefärbte Version einer möglichen Motivation, sich das Leben zu nehmen. Jeder hinterlässt eine Spur in den Köpfen und Herzen der Menschen die einem begegnet sind, wie kurz oder intensiv die Begegnung auch immer gewesen sein mag. Meine Erinnerung an Marko? Geradlinig, klug und traurig warst Du und ich mochte Dich - eigentlich grundlos.  

 
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So

12

Jan

2014

Swing!

Die Dinge sind ständig in Bewegung. Der Bus fährt los, wenn die Ampel grün ist und der Notarzt macht sich auf den Weg, wenn man ihn ruft. Die Tasse aus der ich trinken wollte, ist gerade runter gefallen und Alfred heisst jetzt Alma. Ein Schulfreund in Australien ist gestorben, Russlands Bevölkerung dürfte 2025 auf rund 150 Millionen wachsen und Gregory Porter, den ich bis gestern noch gar nicht kannte, singt gerade "Moving". Meine Blutfettwerte sind niedriger als bei der letzten Untersuchung, meine Lendenwirbel haben sich ohne meine Erlaubnis quer gelegt und die Fußflächen knicken leicht nach außen. Jan empfiehlt mir mehr Bewegung und in der Meditation wende ich, wenn alles gut läuft, den Blick nach innen. Bin ganz schön cool geworden mit der Zeit und nicht mehr so leicht zu erschüttern. Gut so ... und schade! Täglich sterben Millliarden Tiere in den Schlachthöfen, unzählige Menschen verlieben sich und einige davon laufen in ihr Unglück. Es ist leicht, sich in dieser Welt zu verlieren und schwer, einfach mal leicht zu sein. Meine Töchter lernen gerade, dass die Tigerente niemals einen Aufsichtsratsposten bekommen wird und dass Mut zur Veränderung alles ist, aber nicht alles. In Finnland sitzen in diesem Moment 222 Kinder auf Schaukeln und lachen ... einfach so. Die CD von Gregory Porter heisst übrigens „Liquid Spirit“ und Lisa hat sie für mich gebrannt, obwohl sie gerade ganz andere Sorgen hat. Wollte heute eigentlich gar keinen Blogeintrag schreiben, sondern Lisa trösten. Swing!

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Mi

18

Dez

2013

Konni Fuzius spricht

 

"Du kannst über jeden schreiben, mit dem Du verbunden bist. Das ist Poesie. Du kannst aber auch über jeden schreiben, mit dem Du nicht verbunden bist. Das ist Tageszeitung."

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So

22

Sep

2013

Mahlzeit

An den Umsätzen der beiden großen Fleischindustrien - der Massentierhaltung und der Pornographie - lässt sich einiges ablesen. Beiden liegt das Prinzip der Gier und der Abspaltung zugrunde: Immer hungrig und getrennt von einer Beziehung zu den Wesen, die wir begehren oder ... einfach essen. Das ist die Bilanz einer Gesellschaft, die alles als Ware verpackt, die jederzeit und unlimitiert verfügbar ist, wenn man bezahlt. Wir Menschen sind ja eher eine Minderheit unter den Erdlingen. Für unsere Ökobilanz und die Schädlingsbekämpfung wäre es durchaus folgerichtig, wenn wir anfangen würden, nicht mehr unsere Mitbewohner auf diesem Planeten, sondern uns selbst zu essen. In den Händen der richtigen Werbeagentur, wäre das sogar ein realisierbares Projekt: „Nur das Beste - Eat yourself!“ könnte der Claim lauten. Gut sediert mit einer professionellen Teilanästhesie, lecker gewürzt, paniert, gegrillt und mit Doppelt-Käse überbacken, könnten wir anfangen unseren rechten Arm zu verzehren. Die dann nötigen Prothesen könnten Zalando und Amazon (versandkostenfrei!) verschicken. Jede Menge Extra-Apps, die der normale menschliche Arm nicht zu bieten hat, wie z. B. eine W-Lan-Verbindung und die aktuellen Bundesligaergebnisse im 5D-Display, würden sicherlich ihre Fans finden und zu Clubgründungen führen. Das Verzehren des eigenen Arms als Initiationsritual und Einstieg in eine bessere Welt könnte der Beginn einer segensreichen Selbstelimierung der Spezies „Konsument“ sein. Gruselig? Ja!
 

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Do

02

Mai

2013

Konni Fuzius spricht

 

"Nicht mehr zu funktionieren,

kann ein Grund zur Sorge

oder zur Freude sein."

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So

14

Apr

2013

Konni Fuzius spricht

 

 

"Die Dinge werden kompliziert, wenn

du etwas nur für dich haben willst"

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Do

14

Mär

2013

Halbzeit

Gestern, am 13. März 2013, ist es ganz plötzlich passiert: Ich bin 50 geworden und wir sind nicht mehr Papst, weil uns ein Argentinier, vor Ablauf der vorgesehenen Spielzeit, abgelöst hat. Nein, nicht Diego Maradona, der ist zwar Argentinier aber bereits 52 und viel kleiner als der Jesuitenpater Jorge Mario Bergoglio, der künftig als Papst Franziskus den Verein Vatikan trainieren oder zumindest so platziert werden wird. Der aktuelle Stern-Titel nutzt die Gunst der Stunde und hofft mit einem eigenen Magazin-Facelift und dem Titel „Ich liebe Gott und eine Frau. Katholische Priester fordern vom neuen Papst: Befrei uns endlich vom Zölibat“ einen guten Einstieg in die neue Saison. Was wird hier eigentlich gespielt? Wenn die A-Jugend in Nieder-Mörlen am Wochenende gegen den benachbarten Verein aus Steinfurth antritt und sich anschliessend betrinkt, weil sie verdient gewonnen oder dummerweise verloren hat, ist die Welt noch überschaubar. Spätestens ab der Bezirksliga werden die Dinge dann komplexer. Kaiser Konstantin manifestierte mit dem Toleranzedikt von Mailand 313 die Verstrickung von Kirche und Staat und seitdem wissen oftmals nicht mal die vermeintlichen Strippenzieher, welche Fäden sie wirklich in der Hand halten. Mein Tipp an alle Spieler, Trainer und Päpste: Fragt doch mal die Vögel. Der heilige Franz von Asissi hat das seinerzeit auch getan und von dem spricht man noch heute.

 

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Di

26

Feb

2013

Konni Fuzius spricht

 

 

"Wirklich verbessern 

kann man sich nur, wenn

man Fehler macht."

 

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So

17

Feb

2013

Kunstgriff

Habe Picassos Biographie auf YouTube gesehen und einige überraschende Gedanken gehabt. Ich bekam Lust darauf, wieder zu rauchen, genial zu sein und mehrere Frauen zu haben, die mich in meiner Kunst inspirieren und Kinder von mir kriegen wollen. Soviel zum romantisierenden Part. Mein Blick auf die Kunst ist geprägt vom oft schmerzhaften Spagat zwischen Genie und Wahnsinn, erfolgreich sein oder Taxi fahren, bei Sinnen sein oder psychotisch. Ich wurde seinerzeit dann doch lieber Designer, bin jetzt glücklich verbunden mit einem tibetisch-buddhistischem Zentrum in Berlin und wirklich sinnstiftenden Inhalten. Ich werde demnächst 50, meine Midlife-Crisis hat dann ihr 10-jähriges Jubiläum und mein erstes waghalsiges Kunstprojekt liegt somit schon mehr als 25 Jahre zurück. 1987 gründete ich, während meines Grafikdesign-Praktikum im Frankfurter Societätsverlag, die Galerie 24 im Gallusviertel und schickte Studenten der Frankfurter Kunstakademie „Städel“ an die Ausstellungsfront, weil ich mich selbst nicht für verrückt genug hielt, um gute Kunst zu machen. Die Vernissagen waren seinerzeit durchaus beliebt, was möglicherweise auch an der Auswahl der Weine lag. Jetzt postuliere ich mal im WWW, dass der Auftrag der Kunst ist, zu insistieren und zu irritieren, weil wir freiwillig nichts hören oder sehen wollen, was ausserhalb unserer Gewohnheiten liegt. Viel Glück und viel Segen allen, die genau das zu ihrem Projekt machen. Die Botschaft für hier und heute? Wartet nicht darauf, dass eine Botschaft euch dazu bewegt zu handeln oder eine Entscheidung zu treffen.

 

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Fr

01

Feb

2013

Konni Fuzius spricht

 

"Ich bin um einiges entspannter, seit mir meine

Vergänglichkeit nicht mehr vorrangig erschreckend,

sondern natürlich erscheint. Das Finanzamt und

meine Lebensversicherungsgesellschaft sind nun

ein wenig besorgt um mich."

 

 

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So

27

Jan

2013

Konni Fuzius spricht

 

 

“Du kannst mir vertrauen.“

sagte die Motorsäge zum Baum.

"Ich arbeite gründlich.“

 

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So

13

Jan

2013

Massenware

Wir haben eigentlich von allem zuviel und trotzdem keine gute Verbindung zu ... nichts und niemanden. Laut dem vom BUND und der Heinrich Böll Stiftung herausgegebenem „Fleischatlas“ isst jeder Deutsche durchschnittlich 1049 Tiere in seinem Leben. Satt oder gar zufrieden sind wir trotzdem nicht. Fleischeslust scheint mir aber auch in anderer Hinsicht in der Sackgasse: „Fick mich!“ geht uns leichter von der Zunge als „Liebe mich!“. Liebe klingt viel zu langsam und verbindlich für das 21. Jahrhundert. Wir fahren Autos, nutzen Handys, tragen Klamotten nur so lange sie „trendy“ sind und haben uns entschieden, uns mit nichts zu ausführlich zu beschäftigen, weil das nächste Update ja schon morgen kommen kann. Mein Blog ist einer von Millionen und die Zahl der Neuerscheinungen in den Verlagen ist „Unendlich + X“. Jeder kann sagen, was ihm gerade durch die Birne geht, zu jeder Zeit, auf allen Kanälen und wenn die Klicks entsprechend hoch sind, gibt es das Gütesiegel „Erfolgreich“. Ein Hoch auf die Vielfalt ... der Armut. Das Thema ist nicht neu - ein industrialisierter Konsumwahn, der vor allem eines perfekt produziert: Hunger auf allen Seiten, denn nur Unzufriedenheit generiert neue Gier. Vielleicht ist unser Problem aber auch, dass wir darauf konditioniert sind, in absoluten Lösungen zu denken und kleine Schritte oder Linderungen als unwürdig empfinden. Wer bin ich, das für andere zu beurteilen? Mein Schritt für hier und heute ist, Fleisch nur noch höchstens zwei mal die Woche zu essen und die Tiere, die ihr Leben gelassen haben für mein Mittagessen, nicht einfach nur gedankenlos in der Pause runterzuschlingen. Klein, aber mein.

 

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Sa

29

Dez

2012

Spaßbremse

Noch zwei Tage, dann knallts! Darf ich mal ehrlich sein? Ich finde Partys eher anstrengend als aufregend. Man versucht sich in eine Stimmung zu bringen, von der man am nächsten Tag ganz schnell wieder runterkommen muss, damit man sein normales Leben wieder aushält. Ekstase als Jahresübergangs- oder Endzeitritual ist bestimmt eine coole Sache ... für Hyperaktive, Drogendealer und professionelle Partyveranstalter. Es ist nicht so, dass ich nicht gerne feiern würde, aber „Party“ wird meist schleichend zum Schmarotzer, der seiner Wirtspflanze bis zum Koma suggeriert, dass sie Teil eines nie enden wollenden Orgasmus ist, dass Alleinsein gestern war und ab jetzt nie wieder kommen wird. Party! Nicht mehr allein sein zu dürfen, finde ich einen schlimmen Gedanken, vor allem wenn die Parole aus dem Megaphon der Partymacher dröhnt. Einsamkeit ist sicher die Wurzel vieler Krankheiten, guter Literatur, genialer Kunst und Amokläufe, Thema vieler Fachartikel aller Disziplinen, der Grund für den Verkaufserfolg aller unsinnigen Produkte und ... die Initialzündung für viele Partys. Ein ziemliches Schwergewicht, also. Einsamkeit ist kein einfacher Koalitionspartner und wird keinesfalls die Regierungsverantwortung für mein Leben übernehmen - so lange mich keiner zwingt Spaß zu haben - auf Partys.

 

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Mi

26

Dez

2012

Messerscharf

Ich mag Amerika nicht! Aus Prinzip! Weil dieses Land für mich Ausbeutung, Dummheit und die Achse des Bösen symbolisiert. So einfach ist das. Ich mag Jazz, Blues und Morgan Freeman. Keine Angst, die Kurve nehme ich locker, denn bei diesen „Likes“ handelt es sich im Ursprung um eíne Kultur der Sklaven, mit denen ich mich gerne solidarisiere. Hatte nun heute überraschend einen Systemzusammenbruch, ausgelöst von einem genialen Schneidegerät namens „Olfa-Cutter 300“, welches mir beim Zuschneiden von 480 g/qm-Glückwunschkarten sehr nützlich war. Eine Klinge, die stabil und geschmeidig zugleich durch die Führungsschiene gleitet und eine Justierschraube aus Messing (!) hat mich singend mein Tage- und Schneidewerk vollenden lassen: Halleluja und Merry Christmas. Ich fantasierte einen kleinen schwäbischen Familienbetrieb als Urheber und Halter dieser Tradition, die ebendiese Messer schon seit 400 Jahren produziert und das Geheimnis der Messingschraube wird erst am Sterbebett an die nächste Generation weitergegeben. So habe ich mir das vorgestellt oder anders gesagt: „I had a dream“. In Realität handelt es sich bei Olfa um eine amerikanische Firma, die genial gute Cutter produziert und in den USA und Kanada vertreibt. Vielleicht ist die Liebe zum Handwerk und zum Detail, als auch der Wunsch etwas nützliches und gut funktionierendes zu schaffen ja ein menschliches Grundbedürfnis, jenseits von Vertriebssystemen, Verkaufsstrategien und Gewinnmargen. Wie auch immer - I love it!

 

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Di

20

Nov

2012

In the mood

Hatte einen freien Tag und ... schlechte Laune. Ich weiss, das ist illegal aber so war es halt. Nach einem Studentenfrühstück (sprich um 14 Uhr) im Literaturhaus in der Fasanenstrasse habe ich mich mit einer 11 Jahre alten CD von Prince in Stimmung gebracht: The Rainbow Children. Sehr empfehlenswert! Habe jetzt hautfarbene Kompressionsstrümpfe, was für mich früher gleichbedeutend war mit alt sein, sehr alt. Ob Prince wohl mittlerweile orthopädische Schuheinlagen trägt? „In the mood“ ist ein Klassiker von Glenn Miller aus den Vierzigern des letzten Jahrhunderts, den ich 1975 als zwölfjähriger Jazzfan vor dem Einschlafen in meinem alten Röhrenradio gehört habe. Ich wusste, dass das nicht wirklich so ist, aber ich stellte mir vor, dass die Big Band von Glenn Miller hinter dem fluoreszierendem Grün der Glasscheibe, auf der alle Radiosender horizontal abzulesen waren, ungefähr auf der Höhe von Hilversum saß und für mich spielte. Eben las ich einen interessanten Post über Orang Utans in der Midlife Crisis und beim Anklicken des dazugehörigen Links landete ich aus Versehen auf der Nachricht von Gruner + Jahr, mit der Botschaft, dass man die Financial Times Deutschland einstellen wird. So macht Krise dann doch irgendwie Spaß. Zurück zu den Affen: Junge Schimpansen starten frohgemut ins Leben, werden dann im mittleren Erwachsenenalter immer missmutiger und im höheren Alter wieder besser gelaunt. Der Tiefpunkt liegt bei durchschnittlich 31,9 Jahren, also vergleichbar mit dem menschlichen Wohlfühl-Minimum, das bei 45 bis 50 Jahren liegt. So stand es im Orang Utan Post von Elke. Schlechte Laune so stehen zu lassen, ohne Urteil, Analyse und Rettungsschirm ist nicht die gewohnte Vorgehensweise. Ich mache es jetzt einfach mal - ohne Hoffnung und Furcht.

 

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So

21

Okt

2012

Konni Fuzius spricht

 

"Man kann warten, bis man

so gewürdigt wird, wie es

einem angemessen erscheint

oder ... leben."

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Fr

12

Okt

2012

Konni Fuzius spricht

 

"Die schönste Zeit

meines Lebens ist jetzt, 

denn nur jetzt kann ich

mich noch verändern."

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Sa

06

Okt

2012

Männersachen

Hamburg, Wind und Regen, + 13 Grad: die Frisur hält! Ich habe seinerzeit die Regentropfen in „Stirb langsam 2„ gedoubled und war auch schon mal zwei Regenwochen lang mit einem keuchhustenden Kleinkind im Urlaub an der Nordsee – bin also fast wasserdicht. Schön, mal wieder in der Hansestadt zu sein. Mache meinen alldreijährlichen Männer-TÜV (nein, keine Kneipentour und auch keine Kneippkur), sondern 4 Tage auf unterschiedlichen Hebebühnen mit Laboruntersuchungen, Herzecho, Akupunktur und chinesischen Kräutertees. Das heisst, Oberkörper freimachen und die Seele baumeln lassen. Zum Frühstück genieße ich Hansebäckerbrötchen und die Allerwelt- und Weltallgespräche mit meinem Arzt und guten Freund Jan. Gestern Abend habe ich das erste Mal in meinem Leben einen Action-Film auf einem 62-Zoll-Bildschirm gesehen. Es ging um einen Typen der dauernd in Schwierigkeiten geriet, dabei immer gut angezogen und frisiert war, viele schöne Frauen um sich hatte, aber keine Zeit für sie, denn er musste seinen Job erledigen. Also ähnlich, wie ich das in Berlin auch mache, nur in Dolby-Surround und auf 135 Minuten komprimiert. „It‘s a Mans World“ und ich liebe es! EKG und Blutwerte sind soweit ganz gut und in zwei Tagen bin ich wieder in der Bundeshauptstadt, werde am Vorabend die Hemden bügeln, meine Morgenmeditation machen und dann gehts weiter mit „The Holg 4.9“

 

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Mi

19

Sep

2012

Gute Laune

Hatte heute zwei Begegnungen von ähnlichem Geschmack. Begegnung 1: Einer meiner Berliner Facebookfreunde hat mich schon vor einer Weile für den kommenden Samstag zu seinem „Symposium der Vergreisung“ (= 51. Geburtstag) eingeladen und jetzt überraschend und etwas dramatisch im Forum FB angekündigt, dass er seinen Blog nie wieder schreiben und Facebook, Twitter & Co. für immer den Rücken kehren wird. Begegnung 2: Cleopatra (Name von der Redaktion geändert) hat heute beim Pfannenschwenken in der Gemeinschaftsküche darüber philosophiert, dass Frauen die Tendenz haben, die Dinge zu lange und zu oft zu wenden, bevor sie sich sicher sind, dass Ihr Entschluss, etwas zu tun oder vielleicht doch zu lassen, auch nachhaltig und längerfristig (heute + 30 Jahre) Bestand hat. In beiden Situationen habe ich mich zeitweise etwas hilflos gefühlt, weil in meinem System die Botschaft ankam: „Tu etwas dafür ... oder dagegen!“ Da will sich einer eliminieren und eine andere will weitere 30 Jahre warten, bevor sie sich traut zu leben. Das macht keinen Spass und meine Ansage für jetzt, hier und Euch beide ist: „Macht doch was IHR wollt und fragt mich einfach, wenn Ihr WIRKLICH mal eine Zweitmeinung braucht.“ 

 

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So

16

Sep

2012

Konni Fuzius spricht

 

 

„Banal, aber wahr! Nach dem Tod

gibt es keine Last-Minute-Angebote

mehr und auch keine Sammelalben.“

 

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Mo

03

Sep

2012

Konni Fuzius spricht

 

 

"Dass Dir jemand Verständnis

entgegenbringt, heisst nicht zwingend,

dass er verstanden hat"

 

 

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Sa

25

Aug

2012

Was soll's?

War heute mit Herrn L. aus der Nähe von F. (alias Alex aus Berlin) und auf Einladung von beiden beim Fantasy Filmfest. Der Streifen, der im Cinemaxx am Potsdamer Platz gegeben wurde, hieß „Piranha 3DD“ und war ziemlich lausig bezüglich Skript, Schauspielerleistung und Special Effects, aber Rettungsschwimmer David Hasselhoff, der sich selbst köstlich persiflierte und der Professor aus „Zurück in die Zukunft“ Christopher Lloyd machten das Ganze zu einem kultigen Kinonachmittag. Von etwas längerer Halbwertzeit waren die Gespräche beim Pasta-Essen und dem Kaffeeschlürfen nach dem Kino. Wir hatten eigentlich keine grossen Ambitionen, aber auf einmal hatten wir eine Gruppensitzung mit Kinogängern, Beobachtern, Drehbuchautoren, Grafik-Designern, Bloggern, U-Bahnfahrern, Söhnen, Vätern, Buddhisten, Zweiflern und Spannern und im Hin und Her zwischen etlichen Rollen, Konzepten und Sichtweisen stand da zwischen uns beiden auf einmal die Frage: „Warum schreibst Du eigentlich noch?“ Und während uns das Werbebanner eines vorbeifahrenden Bus mit der Frage, ob denn der Po juckt, konfrontierte und die sicherlich beste aller Cortisoncremes als lindernde Lösung anbot, dachte ich, dass es darum geht einen Ausdruck zu finden und immer wieder zu pointieren, damit einen die anderen und man sich selbst besser versteht. So in der Art habe ich das heute nachmittag gemeint, aber jetzt beim Schreiben klingt mir das ein wenig zu sozialpädagogisch. Deshalb nehme ich mir mal die Piranhas 3DD als Vorbild und sage: „Etwas mehr Biss, bitte!“

 

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Mi

15

Aug

2012

Memopause

In memorian to my Dad! Darf man über den Tod seines Vaters bloggen? Keine Ahnung, aber ich tue es weil es a.) passiert ist und mich verändert hat, b.) es mir ihn und meine Schwester näher gebracht hat, als es zu Lebzeiten möglich gewesen wäre und c.) weil ich ohnehin nichts zu schreiben hätte, was skandalös oder entwürdigend wäre. Und d.) weil ich glaube, dass wir in unserer Gesellschaft dringend nicht nur Lebens- sondern auch Sterbensqualität entwickeln sollten, denn ausser Micky Maus und Gott wird es jeden treffen - garantiert. Mein Papa war ein wunderbarer und seltsamer Mensch zugleich. Er hat mir gezeigt, wie man beim „Mensch ärgere Dich nicht“ unauffällig schummelt, Stühle polstert, sich geschmackvoll anzieht, die richtige Beize anmischt, und sich viele Gedanken macht. Er hatte eine Disziplin, die mich als Sohn oft genervt, aber im Prozess seines Sterbens Bewunderung und Respekt für seine wahrhaft königliche Haltung im Angesicht des Todes gelehrt hat. Ich weiss nicht sicher, ob er einverstanden wäre mit meinem Blogeintrag, aber das nehme ich auf meine Kappe, denn ich bin der Nächste in der Ahnenreihe der gehen aber erst einmal bleiben und hoffentlich nützlich und wirkungsvoll sein wird. Wo auch immer Du jetzt bist: „Be happy! Be well!“

 

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Mi

13

Jun

2012

Konni Fuzius spricht

 

„Nach der Hand zu schnappen, 

die einen füttert, kann der

Beginn einer wunderbaren

Freundschaft sein.“

 

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Mo

11

Jun

2012

Wartezimmer

Ich hatte heute den Gedanken, dass wir oft auf die richtigen Umstände oder Zutaten warten, die zusammenkommen müssen, damit wir handeln können. „Lebe jetzt und den Moment“ ist das Credo vieler Facebook-Einträge, Philosophien, Verkaufsstrategien und ... Klugscheißer. Wir halten Handlung und Wirksamkeit oft für identisch, aber etwas zu unterlassen kann ja durchaus auch eine wirkungsvolle Handlung sein. Eben hatte ich noch das deutliche und beglückende Gefühl „Jetzt verstehe ich etwas mehr!“ und war dann ganz plötzlich wieder verstrickt in die Komplexität aller möglichen Ablenkungen und ... die Meinung der Anderen (die Werbung nennt das Vielfalt und/oder Konsumfreiheit). „Das ist schwach!“ lautet mein Urteil, wobei ich mich im Moment etwas trainiere, nicht zu schnell und zu allem eine Meinung zu haben. Der Flachs, den Dornröschen zu Gold spinnen sollte, war dick genug um allen alle möglichen Märchen zu erzählen, aber die feinen Fäden, die es zu halten gilt bei der Frage „Wann soll ich handeln und wann noch etwas warten?“ ist jenseits von Goldspinnerei und in der Grauzone eines Selbstverwirklichungsdrucks, der vor allem eines will – toll sein. Oder anders gesagt: „Du Mensch? Also Angst!“ Was soll ich sagen? „Nur Mut!“

 

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