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1,72. Das wäre die denkbare Größe von Jesus Christus, als er vor fast 2000 Jahren von den Römern ans Kreuz geschlagen wurde und 1,72 ist auch der Benzinpreis, der heute am Karfreitag 2012 an den Tankstellen angeschlagen steht. Beiden gemein sind zwei Schlüsselwörter: Freiheit und Anbetung. Über den Altaren der christlichen Welt hängt das Kreuz als Symbol des Mensch gewordenen Gottes, der sein Leben gab, um das Leiden aller auf sich zu nehmen. Das Auto hingegen ist der Altar selbst, Objekt der Anbetung oder auch das goldene Kalb auf vier Rädern. Es läßt den lustvoll leiden, der sich ihm hingibt. Eine Obsession in Lack und Kunstleder. Die Bezeichnung Automobil ist eigentlich irreführend, denn durchschnittlich bewegen wir unsere fahrenden Altare lediglich eine Stunde am Tag. Den Rest der Zeit arbeiten wir dafür, Benzin, Verschleissteile, Steuer, Versicherung und die Finanzierung des Nachfolgemodells zu sichern und vielleicht noch die Garage, damit der Glanz unseres Lieblings lange strahlt. ES steht derweil nur rum, frisst stumm und mit grinsender Motorhaubenfratze unser Geld und verliert stündlich an Wert. WIR nennen das dann Freiheit. Manchmal denke ich, dass grenzenlose Freiheit eine Illusion ist, die ihre Wirkung aus der Versklavung ihrer Anhänger zieht - ein Papamobil, dass sich als ein Perpetuum Mobile ausgibt. Nun ja, jede Bewegung braucht einen Antrieb und Brennstoff. Frohe Ostern allen in Stadt und Land und auf den Straßen!

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